Silvester-Feuerwerk: Mit den Chinesen fing alles an

Silvester-Feuerwerk: Mit den Chinesen fing alles an

Es gibt Traditionen, die kaum jemand infrage stellt. Sie haben sich im Laufe der Zeit durchgesetzt und ihren Glanz und ihre Faszination über Jahrhunderte hinweg bewahren oder sogar steigern können. Dazu gehört auch der Brauch, an Silvester ein krachendes Feuerwerk zu veranstalten, Raketen aufsteigen zu lassen, die am Himmel zerplatzen und dabei berückend schöne Lichteffekte auslösen, sowie mit Knallern und Böllern einen Höllenlärm zu veranstalten: Das gehört nun einmal dazu und bereitet Vergnügen. Was wäre ein Jahreswechsel ohne dies alles?

Woher stammt der Name Silvester?
Silvester I., geboren in der Mitte des 3. Jahrhunderts in Rom, war von 314 bis zu seinem Ableben am 31. Dezember 335 geistliches Oberhaupt der christlichen Welt. Das Fest des Jahreswechsels erhielt seinen Namen, als anno 1582 der letzte Tag des Jahres vom 24. auf den 31. Dezember, also dem Todestag des Kirchenoberhauptes, verlegt und der gregorianische Kalender eingeführt wurde: ein denkwürdiges geschichtliches Ereignis.

Mit Höllenlärm die Geister vertreiben
Der Brauch, es an Silvester krachen zu lassen, wurzelt in den religiösen Vorstellungen unserer Vorfahren, den Germanen. Sie glaubten, dass ihr Kriegsgott Wotan am 31. Dezember, also mitten in den besonders langen und dunklen „Rauhnächten“, mit einem Tross von undisziplinierten Geistern durch den Äther brauste. Um ihnen den Garaus zu machen, veranstalteten sie ein großes Spektakel, lärmten und schrien, was ihre Stimme nur hergab, und ließen brennende Holzräder den Berg hinabrollen. Das Feuerwerk selbst ist eine chinesische Erfindung aus dem 8. Jahrhundert. Etwa 600 Jahre später brachten es geschäftstüchtige arabische Händler nach Europa, wo es fortwährend verbessert wurde. Es blieb nicht aus, dass es schließlich der vergnügungssüchtige Adel für sich entdeckte, bei dem sich Feuerwerke insbesondere in der Barockzeit großer Beliebtheit erfreuten. Sie bildeten den Höhepunkt von Feiern und Festlichkeiten auf den hochherrschaftlichen Höfen und waren das Amüsement für die oft gelangweilte Gesellschaft. Organisiert und durchgeführt wurde das Spektakel vorzugsweise von kreativen italienischen Meistern, die in hohem Ansehen standen. Im 19. Jahrhundert vollzog sich der endgültige Durchbruch des Feuerwerks, das sich zu einem Volksvergnügen in den europäischen Metropolen entwickelte und insbesondere zu festlichen Anlässen wie Silvester veranstaltet wurde. Der freie Verkauf von Feuerwerkskörpern zu Beginn des 20. Jahrhunderts ermöglichte es fortan jedem mit entsprechendem Budget, sein eigenes Feuerwerk zusammenzustellen. Er musste nun nicht mehr darauf warten, bis irgendwo eines veranstaltet wurde.

Feuerwerkskörper werden ständig weiterentwickelt
Mit dem Verkauf von Raketen, Böllern und Knallern am Jahresende machen die Händler das große Geschäft. Allein in Deutschland werden jährlich etwa 100 Millionen Euro dafür ausgegeben. Wer wert auf Qualität legt, ist allerdings gut beraten, wenn er ein Fachgeschäft wie den „F3 Feuerwerk Shop” aufsucht, wo er optimal beraten und mit Qualitätsware versorgt wird. Einer der Gründe, weshalb das Feuerwerk nichts von seiner Faszination verloren hat, ist sicherlich, dass jedes Jahr neue Licht- und Geräuscheffekte auf den Markt kommen: Es wird nie langweilig.

Ursprung und Zusammensetzung des Feuerwerks
Die Chinesen haben nicht nur das Porzellan und viele andere nützliche und wertvolle Dinge erfunden, sondern auch das Feuerwerk. Höchstwahrscheinlich waren es taoistische Mönche, die im 6. oder 7. Jahrhundert dem Geheimnis der Unsterblichkeit nachspürten und dabei Kohle, Schwefel und Salpeter zusammenmischten – heute unter dem Namen „Schwarzpulver“ jedem ein Begriff. Anfangs wurde die explosive Mischung zu Kriegszwecken und dem Vertreiben unliebsamer Geister eingesetzt. Erst später entdeckte man, welche anderen – vergnüglichen – Möglichkeiten es bot. Noch heute ist die bevölkerungsreichste Nation unangefochten „Weltmeister“ bei der Produktion und dem Export von Feuerwerkskörpern.

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